Philipp von Schwaben



Philipp von Schwaben
Der jüngste Sohn Kaiser Barbarossas wurde 1196 Herzog von Schwaben. Ein Jahr später heiratete er Irene von Byzanz. Nach dem Tode Heinrichs VI. kam es, weil dessen Sohn Friedrich erst drei Jahre alt war, zu einem Thronstreit unter den Fürsten: 1198 wählte ein Teil Philipp zum deutschen König, die Welfenpartei dagegen einen Sohn Heinrichs des Löwen, Otto IV. Papst Innozenz III. entschied sich zunächst för Otto und bannte Friedrich.
Philipp von Schwaben gewann aber bald allgemeine Anerkennung, und als sich der Papst schließlich auch für ihn entschied und ihn vom Bann lösen wollte, da wurde Philipp 1208 er mordet. Der Grund: Privatrache. Philipp hatte dem Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach seine Tochter verweigert.
Irene starb zwei Monate später bei einer Frühgeburt. Sie wurde im Kloster Lorch beigesetzt.

Walther von der Vogelweide beklagte in seinen politischen Liedern den Zustand des Reiches während der Doppelwahl in dem berühmten "Ich saz ûf eime steine":

sô wê dir, tiuschiu zunge,
wie stêt din ordenunge!


Walther, ein Parteigänger Philipps, hat den Reichston vielleicht 1201 in Bamberg vor einer Versammlung von Anhängern Friedrichs vorgetragen.


Walther von der Vogelweide

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