BUND logo
 
 
homesearchsite mapWas drückt euch?
 


lokale Agenda 21
Thema des Monats
Februar
März

 

Thema des Monats März/April:
(Auszüge aus dem Blitzinfo 4/99 des BUND Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.)

" Zu Ostern ökologische Eier"

Weil es so schön paßt, weil Ostern ist, weil zur Landesdelegiertenkonferenz die Tagung "Ökologische Agrar- und Eßkultur" stattfindet und nicht zuletzt weil Sau Berta Ende April durch Rheinland-Pfalz tourt, haben wir in diesem Thema des Monats die Förderung des Ökologischen Landbaus und unseren Protest gegen die Massentierhaltung zusammengefaßt.

Regionaler Einkaufsführer

Als Unterstützung der Aktion mit Sau Berta - oder auch als separate Aktion - schlägt der Arbeitskreis Landwirtschaft die Erstellung eines regionalen Einkaufsführers vor. Damit könnte man zwei Anliegen des BUND: 1. Ökologischen Landbau fördern und 2. Regionale Vermarktung fördem gleichzeitig unterstützen. Bei den ökologischen Anbauverbänden besteht großes Interesse an einer solchen Zusammenarbeit. Ansprechpartner ist: AÖL (Anerkannter Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz/Saarland), Rüdesheimer Str. 60 -68, 55545 Bad Kreuznach, Tel.: 0671-44319. (Bioland hat auch im Internet eine Liste: www. bioland.de).
Zusätzlich zu den Direktvermarktern könnten aber auch Bioläden, Wochenmärkte mit ökologischer Beteiligung, Ökowinzer und/oder andere Empfehlungen aufgenommen werden. In dem Einkaufsführer sollten auch Angaben über die Öffnungszeiten und die Angebotspalette stehen. Der Einkaufsführer läßt sich auch gut unabhängig von der Werbeaktion verwenden. Gemeinsame Aktion mit Biobauernhöfen - Hoffeste etc.

Aktueller Tourplan von Sau Berta durch Rheinland-Pfalz:

Freitag 23.4. Mainz
Samstag 24.4. Koblenz
Sonntag 25.4. Koblenz, Delegiertenversammlung
Montag 26.4. vakant (evtl. Bernkastel)
Dienstag 27.4. Trier
Mittwoch 28.4. Bernkastel-Wittlich
Donnerstag 29.4. Pirmasens
Freitag 30.4. Speyer (KG Speyer + KG Ludwigshafen Land)
Samstag 1.5. noch frei - evtl für Transport

Der Öko-Osterhase kommt

Bunte Eier von glücklichen Hühnern und Osterlamm vom Bio-Hof: BUND-Tips für ein umweltfreundlches Osterfest

(BUND/Bonn) Der Osterhase verzichtet auf unnötige Verpackung und auf Kunststoffprodukte. Er legt seine Eier ins selbstgemachte Nest beispielsweise aus Stroh, Gras oder Weidenkörbchen. Das Stroh kann mit Naturfarben dekorativ eingefärbt werden. Da der grüne Osterhase gegen Massentierhaltung ist, bezieht er seine Eier von freilaufenden Hühnern - am besten vom Bio-Bauern. So geht er sicher, daß sie artgerecht gehalten werden, nicht mit Tiermehl gefüttert oder mit Antibiotika behandelt wurden. Und das Osterlamm ist bei einem Neuland- oder Bio-Bauern aufgewachsen.

Die Eier werden mit Pflanzenfarben gefärbt. Die gibts fertig im Bioladen oder werden selbst gemacht: Zwiebelscahlen, Gelbwurz, Rote Bete oder Rotkohl, Brennessel und Kamille werden jeweils in einem Liter Wasser ausgekocht. In dem Sud werden die rohen, mit Essigwasser abgewaschenen Eier hart gekocht und nach dem Abschrecken noch eine halbe Stunde darin liegen gelassen. Besonders ausgefallene Ostereier lassen sich so herstellen: Feingliedrige, verzweigte Blättchen (Petersilie, Birkenblätter oder junger Farn) auf das rohe Ei legen, ein Stück alter Nylonstrumpf darüber ziehen und an beiden Enden fest verknoten. Werden diese Eier dann direkt in dem Farbsud gekocht, bleiben die von den Blättchen bedeckten Stellen weiß, der Rest wird gefärbt.

Statt Schnittblumen aus dem Treibhaus oder solchen, die vom anderen Ende der Welt eingeflogen werden, ist der umweltfreundliche Osterstrauch aus knospenden oder blühenden Zweigen, die mit ausgeblasenen und bemalten Eiern oder Osterschmuck aus Holz dekoriert werden können.

Auch ältere Kinder, die nciht mehr recht an den Osterhasen glauben, finden das Eiersuchen im Freien spannend. Am aufregendsten ist das mitten im Wald. Finden die Kinder die bunten Süßigkeiten, die die Erwachsenen vorher unbemerkt versteckt haben, im Wald verstreut unter Wurzeln, in einer Mulde aus Moos oder auf einem Graskissen, haben sie nicht nur ein intensives Naturerlebnis - machmal meinen sie doch, die Spur des Osterhasen im feuchten Laub zu sehen.

zum Seitenanfang

Gequält und verkrüppelt - Puten aus Massenhaltung

Der BUND rät zum Kauf von Freiland-Truthähnen

(BUND/Bonn) Rund fünf Kilo Putenfleisch ißt nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jeder Deutsche pro Jahr - als Schnitzel, gebratene Putenstreifen auf Salat oder in der Wurst. Putenfleisch ist preiswert, mager und gilt als vergleichsweise gesund, seitdem Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch ins Gerede gekommen ist. Doch stammen laut BUND fast alle in Deutschland verkauften Puten aus qualvoller Massenzucht. Dicht drängen sich bis zu 30.000 Tiere in riesigen, Tag und Nacht erleuchteten Hallen. Enge 'und Streß @en dazu, daß sich die Vögel gegenseitig Federn ausreißen und verletzen - obwohl ihnen schon als Küken die Schnabelspitze mit dem Laser gekappt wird, damit sie sich nicht gegenseitig vers eln. Brauchte @er ein Truthahn ein halbes Jahr, um sieben Kilo schwer zu werden, wachsen die heutigen Turbo-Puten in fünf Monaten ihrer Schlachtreife von über 20 Kilo entgegen. Für diese Fleischpakete ist jedoch das Knochengerüst z'u schwach: Die Tiere fallen immer wieder vome über, ziehen sich dabei schmerzhafte Muskel-Entzündungen zu, die Gelenke der Beine verronnen sich, Zehen und Rücken verkrüppeln, manchen Puten brechen gar die langen Röhrenknochen der Oberschenkel. Vor allern die bei Verbrauchern begehrte Putenbrust lastet schwer auf den Knochen: Bei den heutigen auf Fleischproduktion gezüchteten Masttieren wiegt die Brust doppelt so viel wie noch vor acht Jahren. Zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten werden die Vögel von Geburt an geimpft und über Futter und Wasser nüt Medikamenten gegen Parasitenbefall versorgt. Dazu erhalten sie eine tägliche Dosis Antibiotika im Futter, sogenannte Leistungsförderer, damit sie schneller Fleisch ansetzen. Diese verkrüppelten Tiere durchleiden vom Schlüpfen aus dem E , i bis ztun Schlachthof eine e'mzige Qual. Daher rät der BUND Verbrauchem, Tiere aus Freiland- oder Öko-Haltung zu kaufen und auf die Siegel der Öko-Anbauverbände zu achten. Einzelhändler, aber auch manche Handelsketten bieten Putenfleisch von Tieren an, die artgerecht und ohne Leistungsförderer gehalten worden sind. Eine Liste dieser Züchter verschi@ der Anbauverband Naturland (Tel.: 089-8980820). Redaktion: Margit Mertens Abdruck gegen Que .

 

erstellt 28.2.1999 letzte Änderung:

 

 
goto top